Method For Controlling Data Processing For Public Address Systems Via The Internet

  • Published: Aug 7, 2008
  • Earliest Priority: Feb 01 2007
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Verfahren zur Steuerung für Datenverarbeitungsanlage zur Beschallung über Internet

Beschreibung:

Die Erfindung betrifft die Beschallung gewerblicher Nutzer - also eine beschränkte Anzahl von bekannten Empfängern -, insbesondere für Gastronomie (Restaurants, Clubs Bars), Hotellerie, Supermärkte, Shoppingparks und Verkaufslokale aller Art durch Datenübertragung der Musik über Internet durch permanenten Datenfluss (im Folgenden „Stream" genannt), mit der technischen Möglichkeit zentraler sowie lokaler Programmverwaltung, einem tage- und wochenweisem Programmplaner, der auch die Möglichkeit, Nutzerprofile nach Musikgenre und Musikgeschwindigkeit einzustellen, umfasst, einem hundertstel Sekunden genauen Abrechnungssystem für Musikrechte sowie Werbemeldungen aus einer Datenbank zentral oder lokal gesteuert, in die Beschallung einzuspielen.

Stand der Technik:

Die Beschallung in Geschäftslokalen (Gastronomie, Handelsunternehmen) erfolgt entweder durch Aufstellen eines Radios, ohne dass irgendein Einfluss auf das Programm genommen werden kann, oder durch Lieferung von Musik-CDs durch ein entsprechendes Content- Service mit abgemischten Werken, auf deren Programmfolge kein Einfluss genommen werden kann, oder durch Aufstellen eines PC mit mehreren tausend Einzelliedern (dies würde dem wahllosen Herunterladen von Musik über Internet von Datenbanken entsprechen, die jedoch nur Rechte für Einzelkonsumenten gewähren, während man als gewerblicher Nutzer Aufführungsrechte benötigt), die keinerlei Content-Programm enthalten, oder eben einfach durch Einlegen von handelsüblichen Musik-CDs in eine Musikanlage, wobei wiederum erheblicher Aufwand in die Manipulation aufgeht und keine geordnete Abfolge der Beschallung erfolgt. Handelsketten werden beispielsweise durch Übertragung eines Musikprogramms mit oder ohne Werbung über Satellit beschallt. Bei all diesen Systemen muss Werbung allenfalls im Vorhinein gebucht bzw. vorgeplant werden. Eine kurzfristige individuelle Planung bzw. Ausstrahlung ist technisch nicht möglich. Musik kann auch nicht gezielt nach individuellen Bedürfnissen planmäßig ausgestrahlt werden; zentrale und dezentrale Steuerung von Sendeprogrammen ist nicht vorgesehen. Eine Musikbeschallung nach gleichmäßigen Nutzerprofilen mit gleichartiger Musik ist unbekannt.

Radio- und Satellitenübertragung arbeiten technisch bedingt mit Übertragungsraten von weniger als 192 kBit/s (= CD-Qualität). Musik-PCs verfügen nach dem Stand der Technik über keine Online-Updatemöglichkeit des Contents. Ein Client-Server basierendes Beschallungssystem über Internet hat den Vorteil, dass neuer Content umgehend verfügbar ist. Einzelne Musik-PCs ermöglichen keine zentrale Steuerung von Musik- und Werbeinhalten.

Auswertungen des unmittelbaren Erfolges von Werbeeinschaltungen bezogen auf einen Handelsstandort und den Effekt auf die Handelsumsätze sind bisher nicht bekannt.

Bisher sind keine Abrechnungssysteme, die es ermöglichen, Musikrechte nach deren individueller Zeitnutzung beim Empfänger (wenn diese gewerbliche Nutzer sind), abzurechnen, und zwar je nach Interpret, Titel, Autor, Musikverlag bekannt. Ferner kann erstmals lizenzpflichtige und lizenzfreie Musik kombiniert ausgestrahlt werden und technisch der Nutzungsumfang exakt berechnet werden, was für die Abgeltung gegenüber den Verwertungsgesellschaften, an die Lizenzentgelte abgeliefert werden müssen - und zwar seitens des Musikanbieters und weiters seitens des Inhaber des Lokales, wo die Musik zum Einsatz kommt, sog Aufführungsrechte, eine wesentliche Rolle spielt.

Ferner gibt es nur Webradio. Man kann sich beim Content-Provider einloggen, man hört das Programm, das gerade läuft oder lädt einzelne Titel; eine individuelle Programmplanung, insbesondere über Tage oder eine ganze Woche, oder ein Musikabruf entsprechend dem eigenen Nutzungsprofil, ist nicht möglich. Die Einschaltung von individuell durch den Empfänger gesteuerter Werbung für seine Zwecke ist im Zusammenhang mit Webradio nicht bekannt.

Aufgabe der Erfindung: Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Verfahren zur Steuerung aufzustellen, die vorgenannten Probleme zu vermeiden und durch technische Steuerungsmöglichkeiten die Sendung von Musik und Werbung zu automatisieren, wobei der Empfänger bzw. beim Empfänger das Programm gesteuert werden kann.

Lösung:

Die Aufgabe wird durch ein umfassendes Verfahren zur Steuerung für geschlossene Nutzersysteme - einer allgemeinen Lösungsidee, die von der verwendeten Programmiersprache unabhängig ist - aus einem mehrschichtigem Datenbank- und Serverkonzept mit Datenübermittlung über Internet zum Nutzer (ein gewerblicher Unternehmer) gelöst, das folgenden Aufbau zur Abwicklung des Verfahrens enthält: Herstellen einer Verbindung mit der Homepage des Senders über das Internet, Abfrage des Usernamens und des Passwortes zur Identfikation des Nutzers samt Verifizierung durch Abfrage der IP-Nummer, die statisch zugewiesen ist, Auswahlmöglichkeit zum Abruf von Musikstreams, deren Auswahl der Nutzer jederzeit in Echtzeit ändern kann, wobei mehrere Musikprogramme gleichzeitig abgerufen und geladen werden können, Die Musik zur Beschallung kann in gleich großen Zeitblöcken - sog. „Musikstreams" - von beispielsweise 1 Stunde als technischer Sendeeinheit abgerufen werden; diese Musikstreams werden aus Musiktiteln in einheitlichen Musik-Stilrichtungen und nach weiteren inhaltlichen Kriterien abgemischt und liegen auf zentralen Servern; Auswahlmöglichkeit zur Zusammenstellung von Musik in gleich großen Zeitblöcken (= Musikstreams), die als Einheit abgerufen werden können und auf einem Server gespeichert sind, deren Auswahlder Nutzer jederzeit in Echtzeit und frei konfigurierbarer Reihenfolge der Musikstreams ändern kann, die Server ermöglichen den gleichzeitigen Zugriff der Nutzer, wobei der Nutzer über ein Interface aus der Datenbank die Musik-Streams auswählt, und zwar entweder einfach hintereinander (wobei die Startzeiten der jeweiligen Musikstreams angezeigt werden) oder in einem Programmplaner, der für die jeweilige Stunde die Auswahl eines Musikstreams ermöglicht;

Der Programmplaner kann auch für den Nutzer vorkonfiguriert werden, insbesondere entsprechend der Nutzungsvoraussetzung (Öffnungszeiten, Art des Lokales, Nutzergruppen) des Nutzers; Die Musikstreams werden über einen Player abgespielt, in dem die Startzeiten der einzelnen Musikstreams, deren Inhaltsbeschreibung, die erfolgte Spieldauer, die Bezeichnung des Musikstreams und der Name bzw. Künstlername der DJ 's, die den Musikstream gemischt haben, ersichtlich sind; Der Player ermöglicht nur laufende oder künftige Musikstreams zu löschen oder zu ändern; ein Springen zwischen den einzelnen Musiknummern eines Musikstreams soll nicht erfolgen, um den Programm- Service-Charakter zu wahren;

Über den Player wie auch den Programmplaner können die Musikstilrichtungen ausgewählt werden, oder über eine Suchfunktion nach Interpreten oder Liedtexten gesucht werden, wobei dann die Musikstreams angezeigt werden, in denen das Gesuchte enthalten ist;

Beim Einspielen der Musikstreams auf den Server wird in die Musik-Datenbank zum jeweiligen 1-Stunden-Stream eingegeben:

- die Abfolge der Titel der Musikwerke und deren exakte Dauer;

- zum jeweiligen Musikwerk: Titel laut Veröffentlichung, Interpret, Textdichter, Komponist, Bearbeiter, Musikverleger (bzw. Label), ISRC-Nummer der Musikaufnahme, ISWC-Nummer;

- Name des Erstellers des Musikstreams; jeden Nutzer betreffend wird vom Server ein Protokoll geführt, welcher Musikstream ab welchem Zeitpunkt (Datum, Stunde, Minute, Nutzer) wie lange wiedergegeben wird; aus diesen Daten kann zusammen mit der Auswertung der Musik-Datenbank berechnet werden, welcher Nutzer wie viel Musik gehört hat, wie dies abzugelten ist, und welche Lizenzentgelte an Interpret, Label, Textdichter, Komponist und Bearbeiter abzuführen sind; weiters kann mit dem Ersteller der Musikstreams entsprechend den Abrufen der von ihm erstellten Musikstreams abgerechnet werden; Neben der Musikdatenbank kann eine Datenbank mit Werbeansagen eingesetzt werden; die Werbeinhalte sind zunächst in Produktgruppen und Produkte unterteilt, dann in Bezeichnungen der jeweiligen Werbeeinschaltungen; die Werbeeinschaltungen werden durch Verringerung der laufenden Musikstreams und gleichzeitigem Anlauf des Werbestreams, sodaß ein kurzer hörbarer Unterschied besteht, eingespielt. Nach Ende der Werbebotschaft wird die Musik wieder durch Lautstärkenanhebung auf das vorherige Niveau zurückgeführt. Mit Hilfe der Funktion „Mehrfach Schalten" wird die ausgewählte Werbeeinschaltung dann mehrmals hintereinander geschalten, im definierten Zeitabstand; durch Abfrage der Musikstream-Datenbank wird dann ermittelt, ob die Werbeblöcke immer nur während der Laufzeit eines bestimmten Liedes gespielt werden; falls die Werbeblöcke über zwei Lieder gehen würden, wird der Werbeblock so verschoben, dass er zur Gänze im ersten Lied liegt. Eine Kollisionsprüfung verhindert, dass mehrere Werbeblöcke binnen einer bestimmten Zeit gesendet werden. Produktbezogen können Protokolle erstellt werden, wann für dieses Produkt Werbung geschalten wurde. Diese Daten können zB in EXCEL exportiert werden und mit Verkaufsdaten dieses Produktes an den Kassen verknüpft werden. Dazu können Produktbezeichnungen eingegeben werden. Diesen Produktbezeichnungen können den Werbespots zugeordnet werden. Es besteht somit die Möglichkeit, Auswertungen über die abgespielten Werbespots zu einem Produkt zu generieren. Programmänderungen werden durch Lautstärkenabsenkung des laufenden Programms eingespielt. Dasselbe ist für Werbeeinschaltungen möglich; hier hat der zentrale Administrator die Möglichkeit die lokal geplante Werbung zur Gänze zu löschen oder es wird die nachfolgende Werbung, die lokal eingegeben wurde, in einen bestimmten Abstand gesetzt und neuerlich geprüft, ob diese Werbeeinschaltung über mehrere Musikstücke ginge und allenfalls die Zeit angepasst. Wird der Mindestabstand zur zentralen Werbung nicht eingehalten, wird automatisch die nachfolgende Werbung in den Lauf des nachfolgenden Musikstückes gesetzt.

Alle Musikstreams und alle Werbeeinschaltungen liegen auf zentralen Servern; Die Musik und Werbeeinschaltungen werden mit einer Qualität von beispielsweise 192 kBit/s von den Servern über Internet heruntergeladen, wobei mindestens der technische Übertragungsstandard 512 kb/s xDSL zum Einsatz kommt. Es wird ein Datenladevolumen von zumindest 45 GB/Monat im Einsatz für gewerbliche Beschallung benötigt

Im Musikplayer befindet sich eine zusätzlich Lautstärkenregulierung; der PC der beim Nutzer zum Einsatz kommt, muss folgende Mindestvoraussetzungen erfüllen: Hardware Intel P3 1GHz, 256 MB RAM; Software: Windows Mediaplayer 8 oder höher

Der Nutzer meldet sich über Internet beim Service an. Durch ein Passwort sowie die IP-Adresse des Modems werden entsprechende Sicherheitsmerkmale implementiert. Zum laufenden Betrieb über Internet werden keinerlei Musikdaten - mit Ausnahme einer Buffer-Funktion im RAM - lokal gespeichert. Es erfolgt in regelmäßigen Abständen eine Sicherheitsprüfung zwischen Server und Nutzer PC; in Unterbrechungsfällen der Internetübertragung werden Musikstreams gespielt, die lokal abgelegt sind; die Auswahl erfolgt entsprechend dem in regelmäßigen Abständen aktualisierten Nutzerprofil des Nutzers; Es ist ein 24-Stunden-Betrieb möglich.

Bei Überschreiten gewisser Mengen an gespielten Musikstreams wird eine Warnung angezeigt bzw. ist eine entsprechende Verrechnung von Mehrleistungen möglich. Der Nutzer kann monatlich nach Interpreten und Titel Auswertungen seines Nutzungsverhaltens abrufen.

Beschreibung:

Übersicht der einzelnen Bereiche:

A. Datenübertragung der Musik

A.1. Überblick Konfigurationsmethode 1 : Einzelplatzversion (= nur lokale Steuerung)

A.2. Überblick Konfigurationsmethode 2: Mehrplatzversion (= zentrale Steuerung; auch

„Filialsystem" genannt)

A.3. Technische Beschreibung Einzelplatzversion (Konfigurationsmethode 1 )

A.4. Technische Beschreibung Filialsystem (Konfigurationsmethode 2)

B. Notfallprogramm

C. lokale oder zentrale Programmverwaltung

D. Tages- und Wochenplaner

E. Nutzerprofile

F. Abrechnungssystem

G. Werbetool

Übersicht über die Zeichnungen:

Fig. 1 schematische Darstellung der Benutzeroberfläche in der Einzelplatzversion

Fig. 2 schematische Darstellung das Datenbank-Logik-Modells und der technischen Übertragungsabläufe der Sendungen (Einzelplatzversion)

Fig. 3 Schema des Aufbaues der Übertragung zwischen Server und Datenbanken über Internet zum Empfänger mit Steuerungsoberfläche zur Audio- Wiedergabeeinrichtung (Einzelplatzversion - Clientbasierend) Fig. 4 schematische Darstellung der Benutzeroberfläche in der Mehrplatzversion mit der Steuerung der Werbeeinschaltungen

Fig. 5 schematische Darstellung das Datenbank-Logik-Modells und der technischen Übertragungsabläufe der Sendungen (Mehrplatzversion)

Fig. 6 schematische Darstellung der Einspielung von Werbespots

Fig. 7 Schema des Aufbaues der Übertragung zwischen Server und Datenbanken über Internet zum Empfänger mit Steuerungsoberfläche zur Audio- Wiedergabeeinrichtung (Mehrplatzversion - Serverbasierend)

A. Datenübertragung der Musik

1. Grundsätzlich können einzelne Musiktitel oder aber ganze Sets von Musik (sog. Musikstreams; im Folgenden wird für beide Varianten nur mehr von „Musikstreams" gesprochen) übertragen werden. Werden Musikstreams im System eingesetzt, können diese dieselbe oder unterschiedliche Längen haben (empfehlenswert in einheitliche Längen, oder zumindest eine beschränke Anzahl von Formaten beispielsweise 15 Minuten, 30 Minuten, 1 Stunde). Dies spielt systemseitig keine Rolle, weil aus den Produktionsdaten der Sets exakt die Beginnzeiten der einzelnen Lieder in einem Set hervorgehen, wobei einheitlich der Beginn der für das menschliche Ohr wahrnehmbaren Musik bzw. ein konkreter Geräuschpegel produktionsseitig zu definieren ist.

A.1. Überblick Konfigurationsmethode 1 : Einzelplatzversion (= nur lokale Steuerung)

2. Bei dieser Version erfolgt die Playlist-Konfiguration direkt im Web-Browser des Nutzers. Der Webbrowser stellt dem Nutzer eine Übersicht aller verfügbaren Musikstreams zur Verfügung. Nachdem der Nutzer eine lokale Playlist erstellt hat, kann diese direkt über den Browser abgespielt werden. Dazu wird ein in die Internetseite eingebettetes Windows-Media-Player-Objekt verwendet. Die Internetseite steuert dieses Media-Player-Objekt und ruft über dieses einen Musikstream nach dem anderen vom Server ab. Diese Konfiguration ist clientbasierend, weil der Client selbst entscheiden kann, welche Musikstreams gespielt werden.

Überblick Konfigurationsmethode 2: Mehrplatzversion (= zentrale Steuerung; auch Filialsystem genannt)

3. Hier wird die Playlist-Konfiguration über eine Webseite erstellt und direkt auf dem Server in der Datenbank gespeichert. Ein Musik-Player (zB. für .mp3 oder .ogg- Dateien) läuft direkt auf dem Server und spielt die am Server in der Datenbank gespeicherten MP3-Playlists ab. Über einen auf dem gleichen Gerät installierten Streaming-Server werden diese Audiostreams über das Internet zur Verfügung gestellt. Der Client kann also jeder beliebige Streaming-Client sein. Das Musikprogramm ist vom Streaming-Client nicht veränderbar, sondern dieser empfängt lediglich einen gewöhnlichen Intemet-Radio-Audio-Stream.

4. Bei dieser Konfigurations-Methode besteht die Möglichkeit, neben den Musikstreams zusätzlich Werbespots einzuspielen. Dabei fragt der auf dem Server laufende Musik- Player in der Datenbank ab, zu welcher Zeit solche Werbespots eingefügt werden sollen. Wird so ein Werbespot eingefügt, fadet der Musik-Player den laufenden Musikstream aus, spielt den Werbespot ab, und fadet danach den Musikstream wieder ein. Der Musikstream kann entweder unterbrochen werden oder im Hintergrund weiterlaufen (näheres Beschreibung Punkt C).

5. In der Filial-Version besteht die Möglichkeit, mehrere Filialen zu einer Filialgruppe zusammenzufassen. Dies ermöglicht die schnellere Programm-Planung von mehreren Filialen. Wurde für eine Filiale kein Musikprogramm erstellt ist diese Filiale als Mitglied einer Filialgruppe definiert, was zentral geschehen kann, so übernimmt diese Filiale automatisch das Musikprogramm für diese Musikgruppe. Somit kann man z.B. 20 Filialen einer Filialgruppe zuordnen und braucht nur diese Filialgruppe mit einem Musikprogramm zu konfigurieren um in allen 20 Filialen ein Musikprogramm zu erhalten.

A.2. Technische Beschreibung Einzelplatzversion (Konfigurationsmethode 1 ):

6. Schema der Programmoberfläche: 7. Die Figur 1 stellt das User-Interface der Einzelplatz-Version dar. Die Konfiguration der Musik erfolgt über das bekannte Playlist-Modell.

8. Die Playlist 1.03 in Fig. 1 zeigt die ausgewählten Musikstreams als Darstellung einer Liste der aufeinander folgenden Musikstreams. Der Bezeichnung des jeweiligen Musikstreams kann die Uhrzeit des Beginnes vorangestellt sein, oder es kann die systemseitige Ablaufzeit, addiert um den voraussichtlichen Durchlauf des Musikstreams entsprechend ihrer Dauer, angezeigt werden.

9. In der Genre-Auswahl 1.01 in Fig. 1 werden die Musikrichtungen entsprechend dem Genre angezeigt (zB Klassik, House, Jazz). Aus diesen Musikrichtungen kann gewählt werden. Die zu diesem Genre verfügbaren Musikstreams werden in der Stream-Auswahl 1.02 in Fig. 1 dargestellt. Um einen Musikstream auszuwählen, klickt man den Musikstream in der Stream-Auswahl doppelt an (damit wird dieser Musikstream auf den nächsten freien Platz in der Playlist gesetzt oder man fügt einen Musikstream, den man einmal anklickt mit dem zweiten Klick auf einen Positionshalter (zB gelbes Pfeilchen) direkt an diese gewünschte Position in der Playlist (wodurch auch eine frühere Auswahl aufgehoben wird) ein.

10. Die Stream-Info 1.04 in Fig. 1 enthält Infos über den angeklickten Musikstream bzw. bei laufendem Betrieb (Dazu wird am Player lediglich auf eine Play-Taste gedrückt) über den aktuell gespielten Musikstream. Dabei wird auch der aktuell gespielte Song (innerhalb des Streams) farblich markiert, und Name und Länge des aktuellen Songs angezeigt.

11. In der Programmoberfläche nicht sichtbar erfolgt das technische Abspielen mit Hilfe der Programmanordnung durch drei eingebettete Windows-Media-Player-Objekte. Diese haben folgende Funktion:

- Media Player Objekt 1 : Spielt den Audiostream ab;

- Media Player Objekt 2: Spielt den Audiostream ab. Server 1.02 in Fig. 1 beginnt mit dem nächsten Stream 15 Sekunden, bevor das Objekt 1 fertig ist. Die Zeitdauer ist produktsabhängig von der Erstellung der Musikstreams, die so produziert sein müssen, dass nach 15 Sekunden die Lautstärke der Musik für das menschliche Ohr hörbar bzw. den laut Produktionsstandard definiertem Geräuschpegel erreicht. Dabei werden die Lautstärken beider Player-Objekte gegenseitig ein- bzw. ausgefadet. Somit entsteht technisch ein „weicher" Übergang zwischen den einzelnen Streams;

- Media Player Objekt 3: Dieses Objekt kommt bei einem Ausfall der Internetleitung zu Einsatz. Dieses Objekt spielt lokal auf der Festplatte gespeicherte Musikdaten;

12. Technische Übersicht Einzelplatzversion:

13. Auf dem Server sind alle Musikstreams als .mp3 bzw. .ogg-Files gespeichert (siehe 3.01 in Fig. 3).

14. Der Streaming-Server 3.02 Fig. 3 stellt diese Musikstreams im Internet zur Verfügung. Als Schutz vor unerlaubten Zugriffen, stellt dieser Streaming-Server nur ausgewählten IP-Adressen die Daten zur Verfügung. Die Modems der Nutzer enthalten diese IP-Adressen. Dadurch ist eine Manipulation durch externe ausgeschlossen. Auf das Configurationsinterface 3.05 in Fig. 3 kann der Nutzer über Internet mit einem Passwort zugreifen. Die Datenübertragung bei der Eingabe kann zusätzlich verschlüsselt werden bzw. sichere Datenübertragung mittels Secure- socket-layer oder ähnlicher Technologie verwendet werden.

16. Im Datenbank Server 3.03 in Fig. 3 sind alle vorhandenen Musikstreams und vorkonfigurierten Playlists gespeichert.

17. Der Webserver 3.04 in Fig. 3 stellt das Webinterface 3.05 in Fig. 3 unter Verwendung des Datenbank Servers zur Verfügung.

18. Im Webinterface 3.05 in Fig. 3 werden Musikplaylists erstellt und die Musik abgespielt (siehe Fig. 2 - Steuer-Logik der 3 Media Player Objekte).

19. Das Audio Environment 3.06 in Fig. 3 ist eine gewöhnliche Musikanlage, die an den Computer mit dem Configuration Interface 3.05 angeschlossen ist.

A.3. Technische Beschreibung des Filialsystems (Konfigurationsmethode 2):

20. Schema der Programmoberfläche: 21. Figur 4: Diese Abbildung stellt das User-Interface der Filial-Version dar. Grundmodell der Konfiguration ist das gewohnte Playlist-Modell. Die Besonderheit dieser Version ist, dass sowohl Musikstreams als auch Werbespots in dieser Playlist konfiguriert werden können (näheres zur Steuerung der Werbespots unter Punkt C).

22. In diesem User-Interface können sowohl das Programm für einzelne Filialen als auch für Filialgruppen geplant werden (näheres zur Steuerung der Werbespots unter Punkt C).

23. In der Konfigurationsauswahl 4.01 kann einerseits aus allen Filialen eine bestimmte Filiale ausgewählt werden und diese einer Gruppe zugeordnet werden, oder für diese Filiale eine individuelle Planung erfolgen. Beim Aufruf dieses User-Interfaces 4.01 ruft man die gewünschte Filiale mit Bezug auf ein gewünschtes Datum auf. Eine Vorausplanung ist durch Wahl des Datum möglich. Die Gruppenplanung erfolgt folgendermaßen:

- Es gibt ein eigenes User Interface, in dem die Zuordnung einer Filiale zu einer Gruppe erfolgt.

- Die Planung einer Gruppe erfolgt genauso wie bisher die Planung einer einzelnen Filiale.

- Ist eine Filiale einer Gruppe zugeordnet, wird automatisch das Gruppenprogramm gespielt.

- Ist bei einer Filiale (trotz Gruppenzuordnung) ein Programm definiert, wird dieses gespielt. Die Planungsberechtigung kann der einzelnen Filiale entzogen werden oder auch ihre eigene Planung, soweit sie mit der Gruppenplanung nicht in Einklang steht, vom System unterdrückt werden. Dazu besteht eine Reportfunktion, die sowohl dem Systemadministrator als auch dem lokalen Programmplaner die Konflikte anzeigt. Der Einsatz von Musikprofilen ist für den zentralen Planer der Gruppenfunktion möglich.

24. Hat man in 4.01 in Fig. 4 (Konfigurationsauswahl) eine bestimmte Filiale und ein bestimmtes Datum ausgewählt, erhält man in weiterer Folge Zugriff auf die Playliste in 4.03 in Fig. 4 und kann für diese Filiale das Musikprogramm erstellen. Ist noch kein Programm konfiguriert, ist diese Liste leer.

25. Mit Hilfe der Streamauswahl 4.02 in Fig. 4 kann man nun einerseits das Musikgenre auswählen (Genreauswahl) und dann den gewünschten Musikstream zur gewünschten Zeit einfügen. Die Playlist 3.02 in Fig. 4 zeigt die ausgewählten Musikstreams als Darstellung einer Liste der aufeinander folgenden Musikstreams. Der Bezeichnung des jeweiligen Musikstreams kann die Uhrzeit des Beginnes vorangestellt sein, oder es kann die systemseitige Ablaufzeit, addiert um den voraussichtlichen Durchlauf des Musikstreams entsprechend ihrer Dauer, angezeigt werden.

26. In der Genreauswahl - enthalten in der Streamauswahl 4.02 in Fig. 4 - werden die Musikrichtungen entsprechend dem Genre angezeigt (zB Klassik, House, Jazz). Aus diesen Musikrichtungen kann gewählt werden. Die zu diesem Genre verfügbaren Musikstreams werden darunter in einer Streamauswahl 4.02 in Fig. 4 dargestellt. Um einen Musikstream auszuwählen, klickt man den Musikstream in der Streamauswahl doppelt an (damit wird dieser Musikstream auf den nächsten freien Platz in der Playlist gesetzt oder man fügt einen Musikstream, den man einmal anklickt mit dem zweiten Klick auf einen Positionshalter (zB gelbes Pfeilchen) direkt an diese gewünschte Position in der Playlist (wodurch auf eine frühere Auswahl aufgehoben wird) ein.

27. In der Menüoberfläche 4.04 Fig. 4 kann man nun den gewünschten Werbespot zum gewünschten Zeitpunkt in der Playliste einfügen. Man kann Werbespots durch folgende zwei Varianten konfigurieren:

• Einzelplanung: Man klickt den Spot an und wählt danach die Uhrzeit aus, wann dieser Spot gespielt werden soll (durch Klick auf „Stunde" und danach „Minute");

• Multiplanung: Man wählt den Spot aus und gibt danach an, innerhalb welcher Uhrzeit der Spot in welchem Intervall gespielt werden soll.

28. Zum Speichern der Konfiguration klickt man auf „Speichern" (in Fig. 4 nicht besonders dargestellt, weil reine Oberflächenfunktion ohne besonderen technischen Hintergrund). Das Musikprogramm für diese Filiale bzw. Filialgruppe ist spätestens eine Minute später online verfügbar.

29. In der Filial-Version sind keine 3 Media-Player-Objekte eingebettet. Es gibt nur ein Media Player Objekt (Aufruf erfolgt zB über ein spezielles ICON). 30. Steuer-Logik des Client-Audio-Devices: Nach dem Hochfahren des Audio Clients startet der Audio Player. Dieser verbindet sich auf Server 1 in Fig. 5. Ist ein Musikprogramm definiert und ist der Connect erfolgreich, beginnt der Client den Musikstream abzuspielen. Ist der Connect zu Server 1 in Fig. 5 nicht erfolgreich, versucht der Client den Connect zu Server 2 in Fig. 5 und spielt von hier den Musikstream. Ist auch zu Server 2 in Fig. 2 kein Connect möglich (zB wenn die Internetleitung direkt beim Client ausgefallen ist), spielt der Client lokal abgespeicherte Musikstreams. Sobald die Verbindung zu Server 1 oder Server 2 in Fig. 5 wieder verfügbar ist, werden wieder die Musikstreams vom Server abgespielt.

31. Steuer-Logik des Server Stream Players: Auf den Servern 1 und 2 in Fig. 6 ist zu jeder Zeit pro Filialgruppe ein Server Stream Player gestartet. Dieser läuft nach der in Fig. 6 dargestellten Logik ab. Der Player liest aus der Datenbank in regelmäßigen Intervallen (zB einmal pro Minute) die Stream- und Spotkonfiguration. Ist zum aktuellen Zeitpunkt ein Musikstream in der Datenbank definiert, beginnt der Player diesen Musikstream zu spielen. Einmal pro Minute überprüft der Player in der Datenbank, ob nun ein Spot gespielt werden soll. Wenn dem so ist, wird der Musikstream ausgefadet, der Werbespot gespielt und danach der Musikstream wieder weitergespielt.

32. Technische Übersicht der Filialversion:

33. Die Technologie der Filial-Version beruht auf einer Webradio-Technik. Die „Playlist" des Webradios kann jedoch vom Nutzer, je nach Umfang der Berechtigung nur dem zentralen Berechtigten oder auch von jeder Filiale, beeinflusst werden.

34. Am Server sind die Musikstreams gespeichert (siehe in Fig. 7 Punkt 7.01).

35. Der Musikplayer 7.02 in Fig. 7 öffnet diese Musikstreams, spielt diese ab und schickt die Audio-Daten zum Streaming-Server 7.03 in Fig. 7, welcher die Audio-Stream Daten im Internet bereitstellt. Als Schutz vor unerlaubten Zugriffen stellt dieser Streaming-Server nur ausgewählten IP-Adressen die Daten zur Verfügung. Die Client-seitigen Modems 7.07 in Fig. 7 enthalten diese IP-Adressen. Dadurch ist eine Manipulation durch Externe ausgeschlossen. Auf das Configurationsinterface 7.05 in Fig. 7 kann der Nutzer über Internet mit einem Passwort zugreifen. Die Datenübertragung bei der Eingabe kann zusätzlich verschlüsselt werden bzw. sichere Datenübertragung mittels Secure-Socket-Layer oder ähnlicher Technologie verwendet werden.

36. Damit der Musik-Player 7.02 in Fig. 7 die Information erhält, welche Musik-Streams gespielt werden sollen, prüft eine Routine jede Minute in der Datenbank 7.04 in Fig. 7 nach, welcher Musikstream und welcher Werbespot zum aktuellen Zeitpunkt gespielt werden sollen.

37. Um diese Abspiel-Informationen in der Datenbank 7.04 in Fig. 7 zu speichern, verwendet der Nutzer das im vorigen Kapitel (Randzahl Nummer 21-28) beschriebene Webinterface 7.06 in Fig. 7. Dieses Webinterface wird vom Webserver 7.05 in Fig. 7 zur Verfügung gestellt.

38. In jeder zu beschallenden Filiale wird das Basisgerät 7.07 in Fig. 7 installiert, welches auf der einen Seite über eine Intemetverbindung den Musikstream empfängt und auf der anderen Seite über eine Soundkarte die Audiodaten an die Musikanlage (z.B. HiFi Verstärker) weitergibt.

39. Um ein unterbrechungsfreies Musikprogramm zu gewährleisten, wird der Server zwei Mal zur Verfügung gestellt (Server 1 und Server 2). Server 2 erhält gespiegelt alle Daten von Server 1. Sollte Server 1 ausfallen, verbindet sich der Audio-Client 7.07 in Fig. 7 automatisch auf Server 2 um von dort die Musikdaten abzurufen. Ist auch dieser Server nicht erreichbar (z.B. weil die Internet-Leitung des Audio-Clients in der Filiale ausgefallen ist) spielt der Audio-Client 7.07 in Fig. 7 lokal auf der Festplatte gespeicherte Musik ab.

B. Notfallprogramm

40. Das Notfallprogramm kommt zum Einsatz, wenn die Internetleitung bzw. der Datenfluss vom Server her abbricht. Es wurden dazu einige Stunden Musikstreams lokal am Computer des Nutzers bzw. dem Ausgabegerät installiert. Über eine regelmäßig Prüfung des Nutzerverhaltens bzw. unter Beachtung der Häufigkeit der Programmauswahl betreffend Musikgenre und Musikgeschwindigkeit, werden von Zeit zu Zeit systemseitig die Notfall-Streams aktualisiert. Die Logik und der Ablauf des Notfallprogramms sind für die Einzelplatzversion in Randzahl 11 (Fig. 1) und für das Filialsystem in unten Randzahl 30 (Fig. 5) dargestellt, wobei die Funktionsweise der Beschreibung in Randzahl 11 (Fig. 1) entspricht.

C. lokale oder zentrale Programmverwaltung

41. Bei der lokalen Verwaltung ist die Konfigurationsmethode Clientbasierend, das heißt, dass alle Steuerungselemente in der Softwareoberfläche des Nutzers enthalten sind.

42. Bei der zentralen Verwaltung (= Konfigurationsmethode 2) gibt es eine Softwareoberfläche, mit deren Hilfe die Steuerung erfolgt. Die Steuerung kann für jeden einzelnen Nutzer (= Filiale) gesondert erfolgen, oder auch in definierten Gruppen. Dies gilt für die Musikinhalte, wie auch die Werbung.

43. Es können ferner von der Zentrale bestimmte Musikabfolgen vorgegeben werden, oder der Filiale Änderungen in einem bestimmten Ausmaß oder zur Gänze eingeräumt werden. Tages- und Wochenplaner, Nutzerprofile und Abrechnungssystem werden gesondert beschrieben.

44. Bei der Werbung kann diese zur Gänze zentral gesteuert werden, wobei die Filiale weitere Werbung nur für ihren Bereich einspielen kann. Es sind hier zwei Planungsinstrumente möglich, und zwar eines, dass mit fixen Startzeiten der Musik arbeitet. In diesem Fall wird die Musik leiser, bis sie nicht mehr hörbar ist, wenn ein Werbespot geschalten wird. Dies geschieht automatisch technisch, und zwar erkennt das System, dass nunmehr ein Werbeblock gespielt werden soll und reduziert die Lautstärke. Die Musik wird nach der Werbung wieder lauter, wobei diese in der Zwischenzeit nicht angehalten wurde. Im System ist ein Korrekturmechanismus eingebaut, der so funktioniert, dass das System technisch erkennt, wie lange die Werbeeinschaltung ist. Damit die Musik nicht nach der Werbung eine andere ist, werden die Werbeblöcke vom System derart zeitlich nach vorne verschoben, dass zu mindest noch eine bestimmte Zeit (zB eine Minute lang) nach Ende der Werbung das selbe Musikstück weiter gespielt wird. Das System greift dazu auf die Produktionsdaten der Musikstreams zu und macht eine Logikprüfung. Auch die Intervalle der Einschaltung von Werbung können kontrolliert werden, zB zumindest 10 , Minuten lang ohne Störung Musik spielen. Das System verschiebt betreffend den vom Nutzer gewählten Zeitpunkt zunächst die Werbung zeitlich nach vome..Falls dies nicht möglich ist, wird die Werbeeinschaltung in einem Zeitfenster positioniert, das zeitlich später nach dem gewünschten Sendezeitpunkt liegt. Auf einer Anzeige werden die Spielzeitbeginne der Musik mit Uhrzeit sowie der Werbeeinschaltungen angezeigt (Playlist). Planungen der Zentrale werden in einer anderen Farbe dargestellt, damit der Nutzer erkennen kann, dass es sich um eine Vorgabe handelt. Es kann eine weitere Farbe zur Kennzeichnung von Planungen der Zentrale eingesetzt werden, die der Nutzer ändern kann. Eigene Planungen, die der Nutzer tätigt, werden in einer weiteren Farbe angezeigt.

45. Als zweite Variante ist ein System einsetzbar, bei dem keine fixen Startzeiten, sondern nur Abläufe vorgegeben werden, sobald das System gestartet wird. In diesem Fall wird bei einer Werbeeinschaltung die Musik leiser, und sobald sie für das menschliche Ohr nicht mehr wahrnehmbar ist, gestoppt. Sobald der Werbeblock beendet ist, setzt die Musik wieder ein. Auch hier können unterschiedliche Planungsrechte implementiert werden (zentral unveränderbar durch Nutzer, zentral veränderbar durch Nutzer, eigene Einschübe von Werbung nach Wahl des Nutzers).

46. Als Variante können dem Nutzer dieselben Werbesendungen zur Einschaltung als Auswahl aus einer Datenbank geboten werden, wie der Zentrale oder andere, oder eine Mischung daraus.

D. Tages- und Wochenplaner

47. Tages- und Wochenplaner in der Einzelplatzversion: Hier hat man die Möglichkeit für die Wochentage Montag bis Sonntag eine Musik-Playlist zu definieren und zu speichern. Dieses gespeicherte Programm wiederholt sich jede Woche, sofern es nicht neu konfiguriert wird. Es besteht auch die Möglichkeit, die Spielzeiten der Musik vorzudefinieren, dann werden Planungen nur in dieser Zeit im Planungstool ermöglicht. 48. Es gibt in der Filial-Version nur einen Tages-Planer: Man wählt ein Datum aus, für das ein Musik- und Werbespotprogramm erstellt werden soll. Nach dieser Auswahl erscheint eine Kalenderansicht eines ganzen Tages. Das Musik- & Werbespotprogramm ist zB in Stundenschritten zeilenweise von 0-24 Uhr aufgelistet. In jede Zeile setzt man den abzuspielenden Musikstream. Werden Werbespots konfiguriert, werden diese in diesem Zeitschema unter dem Stream für die betreffende Stunde angezeigt und die genaue Startzeit des Werbespots angegeben, wobei dieser Zeitpunkt fix festgelegt ist. Im Falle, dass die Musikstreams nicht zu fixen Zeiten beginnen (nähere Beschreibung in Randzahl 44), somit nur eine Ablauffolge definiert ist, ohne fixe Startzeiten, wird auch der Beginn des jeweiligen Werbespots nur relativ zum Beginn des jeweiligen Musikstreams angezeigt; systemseitig wird dann geprüft, dass der Werbespot, wenn während dessen Abspielung die Musik nicht angehalten wird, jedenfalls noch während desselben Musiktitels endet. Hierzu kann eine Restlaufdauer des Musiktitels zB 1 Minute systemseitig definiert werden.

E. Nutzerprofile

49. Mit dem Nutzerprofil können Kategorien von Audioprogrammen eingesetzt werden. Alle Musiktitel können in Genres und Geschwindigkeit der Musik bzw der Musikempfindung (langsam, mittel, schnell) eingeteilt werden. Auch die aus den einzelnen Musiktiteln produzierten Musikstreams lassen sich derart kategorisieren. Dies kann dazu genutzt werden, um Zielgruppen orientiert Nutzerprofile zu erstellen, wobei das System dann zu einer bestimmten Tageszeit einen Musikstream eines bestimmten Genres in einer bestimmten Geschwindigkeit spielt. Um zu vermeiden, dass der Nutzer immer dieselbe Musikstreams hört, wird systemseitig ein Generator installiert, in dem Wiederholungshäufigkeiten festgelegt werden. Es ist auch möglich, räumlich nahe gelegene Nutzer derart zu versorgen, dass gewisse Ähnlichkeiten absolut vermieden werden. Dadurch können jedem Nutzer technisch einzigartige Audioidentitäten verschafft werden.

50. Nutzerprofile Halbautomatik: Der Nutzer wählt ein Nutzerprofil. Die im vordefinierten Nutzerprofile enthaltenen Daten werden nun in Wochenplaner eingefügt. Diese können danach manuell vom Nutzer geändert werden (Genre, Geschwindigkeit, allenfalls Länge der Musikstreams).

51. Nutzerprofil Vollautomatik: Hier wählt der Nutzer tageweise Nutzungsprofile für bestimmten Zeiträume. Es können pro Tag beispielsweise 3 Profile angegeben werden (zB von 8-12 Uhr Cafe, von 14 bis 18 Uhr Restaurant, von 20 bis 24 Uhr Disco für Gastronomie). Der Systembetreiber wählt dann die Musikstreams aus, die für das jeweilige Nutzungsprofil zu einer bestimmten Tageszeit geeignet sind. Das Musikprogramm wird dann automatisch zusammengestellt. Der Nutzer braucht nicht mehr einzugreifen. Auf Grund der Server-Architektur und des Datenbankmodells kann auch sichergestellt werden, dass verschiedene Nutzer, selbst wenn sie dieselben automatischen Profile haben, nicht dieselben Musikstreams erhalten, womit wieder die individuelle Audioidentität gewahrt werden kann. Ferner wird technisch durch einen Generator sichergestellt, wie oft sich in bestimmten Zeiträumen das Abspielen identer Musikstreams wiederholt. Ein Musikstream wird beispielsweise erst dann ein weiteres Mal gespielt, wenn alle anderen Musikstreams desselben Genres mit derselben Geschwindigkeit (und identer Länge) einmal gespielt sind.

F. Abrechnungssystem

52. Für jede Einplatzanwendung bzw. für jede Filiale gibt es eine detaillierte Auswertung, wann welcher Musikstream gespielt wurde. Somit ist am Monatsende ersichtlich, wie viele Musikstreams gespielt wurden. Es werden die Log-Daten mit den Übertragungsdaten der Server (auf hundertstel Sekunden genau) und den Inhalten der einzelnen Musikstreams verknüpft. Dadurch ist ersichtlich, wann welcher Musikstream und welcher in einem Musikstream enthaltene Musiktitel gespielt wurde. Zu jedem Stream können auch Künstler, Verleger, Label, Interpret, Titel, ISRC, ISWC, Komponist, Spieldauer, Dirigent, Orchester hinterlegt werden. Es bedarf dazu lediglich entsprechend aufgebauter Datenbanken. Wird mit dem Nutzer nach gespielter Zeit abgerechnet, kann auf den Daten der Serverslogs auch ein Zähler nach gespielter Zeit bzw. Zeiteinheiten oder gespielten Titeln (hier mit einer Verknüpfung der Inhalte der einzelnen Titel im jeweiligen Stream) installiert werden, der bei der Anwendung von Verrechnungspauschalen deren Verbrauch anzeigt oder eben den Rest (Abrechnung nach Stunden, Abrechnung nach Zahl der Musiktitel). G. Werbetool

53. Wurde in Randzahl 42-46 bereits beschrieben. Es besteht die Möglichkeit, Werbespots als MP3 Datei auf den Server zu laden. Nach dem Upload können diese benannt und eingeordnet werden. Somit sind diese sofort verfügbar und können im Filial/Gruppenplaner verwendet werden.

54. Produktbezogen können Protokolle erstellt werden, wann für dieses Produkt Werbung geschalten wurde. Diese Daten können zB in EXCEL exportiert werden und mit Verkaufsdaten dieses Produktes an den Kassen verknüpft werden. Dazu können Produktbezeichnungen eingegeben werden. Diesen Produktbezeichnungen können den Werbespots zugeordnet werden. Es besteht somit die Möglichkeit, Auswertungen über die abgespielten Werbespots zu einem Produkt zu generieren.

Patentansprüche:

1. Verfahren zur Steuerung für Datenverarbeitungsanlagen zur Beschallung von geschlossenen Nutzergruppen über Internet, gekennzeichnet durch folgende Schritte Herstellen einer Verbindung mit der Homepage des Senders über das Internet,

Abfrage des Usernamens und des Passwortes zur Identfikation des Nutzers samt Verifizierung durch Abfrage der IP-Nummer, die statisch zugewiesen ist, Auswahlmöglichkeit zur Zusammenstellung von Musik in gleich großen Zeitblöcken (= Musikstreams), die als Einheit abgerufen werden können und auf einem Server gespeichert sind, deren Auswahl der Nutzer in Echtzeit und frei konfigurierbarer Reihenfolge der Musikstreams ändert kann, wobei mehrere Musikprogramme gleichzeitig abgerufen und geladen werden können, die Musik zur Beschallung in Musikstreams- der Musikstream wird als technische Sendeeinheit definiert - abgerufen werden, wobei diese Musikstreams aus Musiktiteln in einheitlichen Musik-Stilrichtungen abgemischt wurden und auf einem zentralen Servern gespeichert sind und mit Hilfe von Nutzerprofilen Kategorien von Audioprogrammen nach deren Genre und Geschwindigkeit der Musikempfindung gewählt werden können, die zu einer bestimmten Tageszeit gespielt werden, und vom System dann entsprechende Datenübertragungen erfolgen, wobei die Wiederholungshäufigkeit der Inhalte definiert und überwacht werden kann, auch mit Bezugnahme auf andere Nutzer und dem Nutzer Abänderungsrechte dieser Vorgaben eingeräumt werden können, in der Einzelplatzversion, gekennzeichnet durch eine Playlist-Konfiguration direkt im Web-Browser des Nutzers. in der Mehrplatzversion, bei der die Zusammenfassung von Benutzergruppen und deren gemeinsame Verwaltung ermöglicht wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Gruppenplanung dermaßen erfolgt, dass

- über ein eigenes User Interface die Zuordnung einer Filiale zu einer Gruppe erfolgt,

- die Planung einer Gruppe genauso erfolgt wie die Planung einer einzelnen Filiale, - in der Filiale automatisch das Programm für die Gruppe gespielt wird,

- der Filiale das Recht, dass von der Gruppe vorgegebene Programm in der Filiale abzuändern, eingeräumt werden kann und

- Musikprofile eingesetzt werden können.

2. Verfahren zur Steuerung nach Anspruch 1, mit einer zentralen Steuerungsmöglichkeit, dadurch gekennzeichnet, dass die Playlist-Konfiguration über eine Webseite erstellt und direkt auf dem Server in der Datenbank gespeichert wird.

3. Verfahren zur Steuerung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass Werbespots verwaltet werden können, wobei die Lautstärke der laufenden Musik automatisch reduziert wird, wenn der Werbespot eingespielt wird, und die laufende Musik unterbrochen wird oder die Musik nicht unterbrochen wird und das System den einzelnen Werbespot derart verwaltet, dass dieser nicht über einen Musiktitel innerhalb eines Musikstreams hinausgeht und den Werbespot derart im Ablauf plaziert, dass noch eine definierte Restspieldauer des Musiktitels verbleibt.

4. Verfahren zur Steuerung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man Werbespots entweder zu einem bestimmten Zeitpunkt einspielen oder innerhalb eines gewählten Zeitraumes in einem bestimmten Intervall einspielen kann.

5. Verfahren zur Steuerung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Einspielen eines neuen Musikstreams automatisch derart erfolgt, dass der laufende Musikstream in der Lautstärke auf ein nicht mehr hörbares oder definiertes Geräuschmaß reduziert wird, wobei der neue Musikstream ab diesem Zeitpunkt hörbar wird oder ein definiertes Geräuschmaß erreicht.

6. Verfahren zur Steuerung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei Unterbrechung des Datenstromes der Musikstreams vom Server lokal gespeicherte Musikstreams starten und abgespielt werden.

7. Verfahren zur Steuerung nach dem Anspruch 1 bis 6 dadurch gekennzeichnet, dass eine Programmplanung für einzelne Tage oder eine Woche möglich ist.

8. Verfahren zur Steuerung nach Anspruch 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet, dass eine Auswertung danach möglich ist, wann welcher Musikstream gespielt wurde, wie viele Musikstreams gespielt wurden, und eine Abrechnung der Nutzungszeit für jeden Interpreten, Komponisten, Verleger, Label, nach ISRC, nach ISWC, sowie ein Anzeige der Wiedergabezeit oder der restlichen Guthabenszeit möglich ist.

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